Ideen für den Strukturwandel mit ehrenamtlichen Projekten gesucht

Mit Projektideen den Strukturwandel im Rheinischen Revier begleiten: Seit dem 1. Oktober 2026 können Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Verbände, Initiativen und weitere zivilgesellschaftliche Akteure ihre Projektideen für den Ideenwettbewerb „Mit Tatkraft“ einreichen. Darauf weist der Euskirchener CDU-Landtagsabgeordnete Klaus Voussem hin. Gefragt seien ehrenamtliche Projekte, die dem Gemeinwohl dienen, nachhaltig wirken und den Strukturwandel im Rheinischen Revier konkret mitgestalten. Für die besten Ideen stehen jedes Jahr rund eine Million Euro Preisgeld zur Verfügung. Auch der Kreis Euskirchen mit seinen elf Kommunen gehört zum Rheinischen Revier.

Der Ideenwettbewerb wird vom Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (LANUK NRW) im Auftrag des Umweltministeriums und mit Unterstützung des Bundes umgesetzt. Er richtet sich an Projekte, die das zivilgesellschaftliche Engagement und die Vernetzung stärken oder einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung im Rheinischen Revier leisten. Dabei ist das Themenfeld bewusst breit gefasst: Natur-, Umwelt- und Klimaschutz gehören ebenso dazu wie Kultur, Bildung, Sport, Freizeit, Gesundheit, Jugend, Migration, Gesellschaft und Soziales.

„Der Strukturwandel im Rheinischen Revier gelingt dort, wo Menschen ihre Region selbst gestalten: im Verein, in der Nachbarschaft oder im eigenen Viertel. Ein Gemeinschaftsgarten, ein neuer Treffpunkt für Jugendliche, ein Kulturfest im Ort. Aus solchen Ideen entstehen Begegnung, Zusammenhalt und Lösungen vor Ort“, so Voussem. „Im Rheinischen Revier gibt es eine große Bereitschaft, sich im Ehrenamt einzubringen und das eigene Lebensumfeld aktiv mitzugestalten. Mit ‚Mit Tatkraft‘ möchten wir dieses Engagement finanziell unterstützen und dadurch viele wirkungsvolle Projekte in der Region ermöglichen.“

Bewerben können sich volljährige Bürgerinnen und Bürger mit Hauptwohnsitz im Rheinischen Revier. Offen ist der Wettbewerb auch für Initiativen, Vereine, Verbände, Hochschulen, Stiftungen, Kirchen und soziale Träger. Ehrenamtliche an kommunalen Einrichtungen können ebenfalls mitmachen, etwa in Fördervereinen, Schülervertretungen oder Elterninitiativen.

Für ausgezeichnete Projekte gibt es Preisgelder in Höhe von 5.000 oder 10.000 Euro. Die Projektidee muss in sich abgeschlossen sein und innerhalb von zwölf Monaten umgesetzt werden können. Sie darf zum Zeitpunkt der Bewerbung noch nicht begonnen worden sein. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen prüft alle Bewerbungen zunächst formal und bewertet sie vor. Danach entscheidet eine Fachjury: Sie zeichnet pro Jahr bis zu 140 Projekte aus. Weitere 14 Projekte wählt das Publikum in einer öffentlichen Online-Abstimmung für den Publikumspreis aus.

 

Hintergrund

„Mit Tatkraft – Ideenwettbewerb für das Rheinische Revier“ ist ein Programm des Landesamtes für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen. Ziel ist es, Bürgerinnen und Bürger sowie zivilgesellschaftliche Organisationen stärker an der Gestaltung des Strukturwandels zu beteiligen. In insgesamt vier Wettbewerbsrunden sollen nachhaltige und gemeinwohlorientierte Projektideen ausgezeichnet und umgesetzt werden. Der Wettbewerb wird im Rahmen des Bundesprogramms STARK – Stärkung der Transformationsdynamik und Aufbruch in den Revieren und an den Kohlekraftwerkstandorten – durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

Bund und Land unterstützen den Strukturwandel des Rheinischen Reviers mit mehr als 14,8 Milliarden Euro. Das Land flankiert die Förderung aus Bundesmitteln mit eigenen Haushaltsmitteln. Bislang sind 979 Projekte mit einem Fördervolumen von rund 3,4 Milliarden Euro bewilligt.

Weitere Informationen, Teilnahmebedingungen, Beratungsangebot und Bewerbung unter: www.mit-tatkraft.de