Ausstellung im Landtag erinnert an die Flutkatastrophe in Euskirchen

Kurz vor dem fünften Jahrestag der Hochwasserkatastrophe von 2021 erinnert der Landtag NRW mit einer Ausstellung an das Leid und die Schicksale der betroffenen Menschen. „Euskirchen und die Flut 2021 – Fünf Jahre nach der Katastrophe“ lautet der Name der Ausstellung, die aus 26 Bildtafeln mit etwa 100 ausgewählten Fotos des Stadtmuseums und des Stadtarchivs Euskirchen besteht. Sie zeigen das Ereignis der Hochwasserkatastrophe aus dem Blickwinkel unterschiedlicher Personengruppen, etwa von Einsatzkräften, Betroffenen sowie Helferinnen und Helfern. Die Ausstellung ist das Ergebnis eines Sammlungsprojektes aus den Jahren 2021/22.

„Manche Wunden hinterlassen Narben. Sie erinnern uns an das, was geschehen ist, an den Verlust von etwas Intaktem und den schmerzhaften Prozess der Heilung“, sagte CDU-Landtagsabgeordneter Klaus Voussem, der in Vertretung von Landtagspräsident André Kuper die Ausstellung eröffnete. „Noch immer fällt es schwer, das Geschehene zu erklären, die richtigen Worte zu finden. Gleichzeitig sind wir dankbar bewegt, wenn wir auf das blicken, was in den Stunden, Tagen und Wochen nach der Katastrophe geschah: Eine Welle der Hilfsbereitschaft.“

Die große Solidarität griff auch Euskirchens 1. stellvertretende Bürgermeisterin Sandra Eisermann, die Bürgermeister Sacha Reichelt vertrat, auf: „In den Tagen und Wochen nach der Flut wurde ein Zusammenhalt gelebt, der auch psychologisch eine große Bedeutung für die betroffenen Menschen hatte. Die Stadt Euskirchen dankt allen Helferinnen und Helfern von ganzem Herzen.“ Dank der Hilfe des Landes NRW sei der Wiederaufbau in den vergangenen fünf Jahren wesentlich vorangekommen. Bis Ende des Jahres 2025 wurden der Stadt Euskirchen 121 Millionen Euro aus der Wiederaufbauhilfe des Landes NRW gewährt. Die Landesförderung für Privathaushalte und die Wohnungswirtschaft beläuft sich auf 116 Millionen Euro. Eisermann: „Dafür ist die Stadt Euskirchen dem Land Nordrhein-Westfalen zu großem Dank verpflichtet. Der Dank gilt auch allen politischen Vertreterinnen und Vertretern, die diese Hilfestellung durch die Flut- und Wiederaufbauhilfe nicht nur für Euskirchen, sondern für alle betroffenen Kommunen und Kreise, auf den Weg gebracht haben.“

Vor rund 80 Gästen aus Stadtverwaltung und Stadtrat Euskirchen, Landtag NRW, die Staatssekretäre Daniel Sieveke und Viktor Haase, LVR und Blaulichtorganisationen sagte Klaus Voussem mit Hinblick auf den bevorstehenden fünften Jahrestag: „Ich wünsche mir, dass wir als Gesellschaft die Realität der Opfer und ihrer Angehörigen anerkennen: dass wir sie nicht vergessen. Und ich wünsche mir, dass wir dankbar bleiben für die erfahrene Solidarität im Zuge der Katastrophe; lehrt sie uns doch, dass Hoffnung möglich ist – auch wenn eine tiefe Narbe zurückbleibt.“